Freitag, 22. April 2011

Musikmesse 2011

Fangen wir kurz und trocken mit den Neuheiten an:

Rane stellte das lange erwartete Update der Scratch Live Box 1 vor (SL1).
Die SL 2 hat nicht‘s neues aber alles notwendige um im Segment der 500€ Boxen
die SL 1 mit amtlicher Ausstattung abzulösen.
Allen voran das wichtigste: USB 2.0!
Damit ist der TTM57 das letzte SSL Produkt das noch mit USB 1.0 läuft. Riecht auch nach einem baldigen Update. Aber da ist der Wunsch Vater des Gerüchtes.
Weiter mit der SL 2...
Hier die restlichen Änderungen im vergleich zur SL 1:

-44.1 oder 48 kHz Audio
-24 bit Converter
-galvanisch getrennte Bauteile
-Asio und Core Audio Treiber
-weniger Kabel
-schmaler


Für mich kein Grund meine SL 1 zu ersetzen. Dann schon eher durch das das von mir
herbei ersehnte TTM57er Update.
Ich wage jetzt mal eine Prognose: er könnte TTM58 heissen und kommt zwischen Frühjahr und Sommer...aber ich nenne kein Jahr!






Novation hat im Vorfeld zur Messe schon verwirrende Videos eines neuen Controller‘s
im Netz veröffentlicht.
Seit Native‘s S4 scheint das zum guten Ton zu gehören wenn man einen Controller vermarkten will. Twitch heisst das gute Stück und das finde ich etwas unglücklich. Aber vielleicht ist es an der Zeit sich auch namentlich von den ganzen DDTJ, DDMirgentwas, S4, Control X1 etc. abzuheben!
Aber nicht nur der Name ist anders. Der Controller setzt auf Beatmanipulation im großen Stil! Keine Jogweehl‘s sondern acht Trigger Pads im MPC Stil bilden zusammen mit einem Touchstrip die Tracksteuerung.
Auch neu ist der sogenannte „Slicer“ Modus der den Beat in aufteilt und mittel‘s der acht Button‘s neu arrangiert werden kann.

Für jemanden wie mich der aus der Scratch-Ecke kommt ist der Twitch jetzt kein Primärziel.
Trotzdem bekommt Novation mal wieder Sympathiepunkte von mir weil eben nicht der zweihundertste Vier Deck Controller auf den Markt geworfen wurde, sondern man der Linie treu geblieben ist die man schon mit dem Dicer eingeschlagen hat.
Eine Linie die beweist das man mit seinen Produkten nicht dem Standard hinterherlaufen sollte, sondern mit neuen Ideen die Standards verändern, verbessern oder sogar setzen sollte.





Vestax stellt als Neuheiten den VCI-100 MK II, den VCI-300 MK II und das Pad-One vor.
Optisch hat sich am 300er nicht‘s geändert aber die Jogweehls haben einen neuen Sensor Regler erhalten und sowohl Cross-, als auch Input-Fader sind austauschbar ( Cross-Fader lässt sich durch den digitalen CF-X2 ersetzen ). Das sind nur die aus meiner Sicht wichtigsten Änderungen.
Der 100er wurde komplett überarbeitet und an das neue Traktor Layout angepasst, erhält vier Deck Support, verbesserte Jogweehls etc.
Das Pad-One sieht robust aus fühlt sich auch ganz gut an, aber mit knapp 180,- € Strassenpreis aus meiner Sicht nicht der preiswerteste DJ Controller.











Stanton wirft einen Controller mit eigenem Betriebssystem ins Rennen. Damit kann der SCS.4DJ Musik direkt von USB-Stick, externer HDD, Smartphone oder ähnlichem  abspielen.
Eigentlich eine schöne Idee um den DJ unabhängig vom Laptop zu machen. Trotzdem ist er natürlich Midi-fähig und kann DJ Software steuern. Für mich war er nicht sehr Intuitiv und ich hab nach zwei Minuten den Spass am ausprobieren verloren. Ich hätte gerne den neuen 2-Kanal Mixer M.203 ausprobiert, aber ich konnte ihn am Stand nicht erspähen.
 
Gemini hat diverse neue Mediaplayer und Midi-Controller vorgestellt die für mich komplett Uninteressant sind und dem momentanem „State of the Art“ entspricht.
Einzig und allein am Firstmix hab ich ein bisschen rumgespielt, aber schnell aufgegeben weil: schäbig! Aber dafür kostet das Ding auch fast nix...


Am Numark Stand war natürlich der NS6 der Star. Ansonsten auch hier wieder ein Haufen
neues Material für den Hobby Hochzeit‘s DJ, plus ein neuer vier Kanal Mixer der auf den Namen M8 hört.
Den NS6 hab ich kurz angetestet und siehe da: Es ist ein Jogweehl Controller mit vier-Deck Steuerung...gähn! Bestimmt ein gutes Gerät, wenn mann‘s braucht.





Dieses Jahr habe ich mich tatsächlich mal an den Pioneer Stand gequält um den Itch Controller DDJ-S1 zu testen. Eine solide Sache in professioneller Aufmachung.
Interessant bei diesem Controller auch die Möglichkeit das Gerät über der Tastatur zu plazieren. Damit ist man komplett auf die Bedienung des Laptops mittels Controller angewiesen. Was aber bei Itch und den entsprechenden Midi Reglern kein Ding der Unmöglichkeit ist.
Ansonsten gilt auch hier: Ein DJ Controller ist ein DJ Controller ist ein DJ Controller ist ein DJ Controller...  





Im Resümee gab es für mich nicht wirklich ein Neues Produkt das meine Aufmerksamkeit bzw. meine Begeisterung weckt.
Dies erwies sich nicht als Nachteil, so war ich in der Lage mich mit ein paar „alten“ Produkten zu beschäftigen.
Auf der Agenda stand den Numark X5 noch einmal einer Prüfung zu unterziehen, genauso wie der PMC-05Pro 4.
Beim PMC wollte ich näheres über die Midi Fähigkeiten der Fader erfahren um ihn als Alternative zum Rane TTM 57SL für die Mixtape Funktion unter „The Bridge“ zu nutzen.
Man konnte mir diese Frage nicht zu 100% beantworten, aber man geht davon aus, das die Fader automatisch erkannt werden. Ich werde dran bleiben und versuche da mehr rauszubekommen. Schön war es auch das der schwarze und der rote PMC 05 dieses Jahr an funktionsfähigen PDX Set hingen und mit Scratch-Platten ausgestattet waren.
Der Numark X5 überraschte mich auch dieses Jahr wieder mit seinen guten Fadern und seinem übersichtlichen Design. Ein solider Battle-Mischer mit allem was man braucht für unter 400€! Kleiner Wermutstropfen ist die Bauhöhe die an den V7 angepasst ist und damit 1cm niedriger ist als die Standard Bauhöhe des Technics oder vergleichbarer  Plattenspieler.
Was mir bei beiden Mixern nicht so gefällt ist der externe Netzadapter. Bei Rane wird das ganze schön in den Mischer reingepackt und man schliesst nur den Kaltgerätestecker an.

Nachdem ich die beiden Mischer erneut unter die Lupe genommen hatte wollte ich bei Novation und/oder Rane rausfinden ob es eine Möglichkeit gibt die Midi Konfiguration des Dicer's unter SSL komplett zu ändern.
Leider war die übereinstimmende Meinung das es nur über rumbastelei an der XML-Datei
gehen könnte...

Zusammenfassend kann man sagen das sich der Trend Controller unvermindert fortsetzt.
Trotzdem bleiben neue Ideen rare und auch der gute alte Turntable stirbt immer mehr aus...
Warum nimmt keiner der Hersteller die Sache in die Hand und arbeitet an einem „Hybrid DVS Turntable“? Quasi ein V7 mit Tornarm und natürlich 12“ Plattenteller? Vorstellbar mit oder ohne Audio Interface...Braucht das jemand? Ich könnte damit mehr anfangen als mit der hundertsten vier Deck Controller!

Dienstag, 5. April 2011

Korg Monotribe, da ist sie nu






So die ersten Bilder sind wohl da wie die Kollegen von De:Bug vermelden.
Das "Monotribe" scheint also eine Art Monotron pro zu sein, wie die ersten Fotos nahelegen leider weiter ohne Midi und auch weiter ohne Tastatur (eine Mäusekeybord wie in den Rolands MC´s wär ja schon was gewesen).
Dafür gibt es jetzt wohl nen Sequenzer und Drumparts sowie stabielere Bedienelemente (die Kippschalter finde ich ja sehr stylisch).
Neu dabei ist wohl auch ein analoges sync. in und out sowie ein Großklinkeausgang, der hoffentlich bessere Resultate liefert als der verrauschte Ausgang des Monotron (obwohl ich mich bei dem kaum beschweren will, angesichts des Preises).
Immer noch dabei ist Audio in, leider nach wie vor als Minniklinke.
Die Synthesizerengine ist wohl ein klasischer Analogsynthie mit einem Oszilator der drei wählbare Wellenformen hatt und auch Pulsweitenmodulation (wenn ich das Foto richtig interpretiere)+1VCF, 1VCA und 1LFO. Das LFO kann mit Kippschalter auf den VCO, das Filter oder auf beides geroutet werden.


Sehr lecker was Korg da auftischt, scheinbar ein Atribut an den Europäischen und speziell den deutschen Markt (sonst hätte Korg es schon zur Namm präsentiert).
Ein lachendes, ein weinendes Auge sag ich mal den eigentlich hätte ich mir was größeres erhofft, so witzig ich die Korg Spielzeuge auch finde.
Auf der anderen Seite sind es zu einem guten Anteil "Spielzeuge" gewesen die im Nachhinein dann zu "Kultobjekten" wurden, nicht die riesigen Synthesizerschiffe sondern die eingeschränkten kleinen Kisten.
Meine Gebete sind teilweise erhört worden, aber ehrlich; warum nicht ne analoge Electribe mit mehreren Monoparts und echtem Drumcomputer, Midi und CV/Gate sowie nen Sequenzer mit 16 Steptastern, könnte mir gut vorstellen das einige Leute dafür auch gerne etwas mehr auf den Tisch legen würden?
Wie auch immer, auch in diesem Jahr überascht uns Korg mit einer kleinen Spaßkiste.
Wir werden sehen was sich mit der Monotribe so alles anstellen läßt, wenn der Preis stimmt steht das Gerät auch bald bei mir im Studio (und als Test in unserem Blog ;-)

Preis und Verfügbarkeit ist noch unklar.
Vieleicht bald näheres bei Korg selber.

Montag, 4. April 2011

Neues Studio, erste Fotos























So Leute, ein hartes Stück Arbeit liegt erst mal hinter uns und heute gibt es die ersten Fotos von unserem neuen Studio mit Kantine (gut sichtbar im ersten Bild) und Wellnessbereich (den hab ich nicht drauf).
Die Fotos sind übrigens lediglich mit nem I-pod4 gemacht und dementsprechend grobkörnig, mehr gibt es bald.

FL Studio 10



Die Firma Image Line bringt "FL Studio 10", der Urahn dieses Programms dürfte allen noch ein Begriff sein denke ich.
Ganze Generationen junger Musiker machten ihre ersten Gehversuche mit "Fruty Loops".
Von den spielerischen Anfängen ist FL Studio mittlerweile allerdings weit entfernt, auch wenn optisch die Bezüge zum guten alten "Fruty" noch klar erkennbar sind und nicht nur wegen des Logos.

Die neuen Features sind (aus dem orginaltext der Firmenwebseite)

64 Bit plugin wrapper - FL Studio now hosts 64 Bit VST plugins for access to unlimited memory.
Autosave / Autobackup - Don't lose a project or data again.
Revised Playlist - Individually resizable tracks. Lock tracks to Clips. Live performance time Marker options (Jump to, Loop, Pause & Skip)
Revised Mixer - Fully Automatic Plugin Delay Compensation (A-PDC). New waveform meter view.
Revised Piano roll - Export as sheet music option. Vertical zoom with not properties view. Magic lasso selection & note-handle stretch. Edit ghost notes by double Right-click. Waveform view.
Pattern Picker - opens from the Playlist, Piano roll or Stepsequencer. Select Patterns & Channels.
Patcher (free) - chain instruments & effects for easy saving of complete instrument & effect chains.
ZGameEditor Visualizer (free) - OpenGL based visualization effect with movie render capability.
Pitcher (demo) - real-time correction/harmonization plugin responds to Piano roll note control.
Newtone (demo) - pitch correction editor for precise control, pristine quality stretching, re-pitching and correction.
Keep on disk & 32 Bit Bridge - now give each Audio Clip / Sampler Channel / Plugin access to at least 2 GB memory and up to 4 for VST Plugins.
Fruity Edition - gains access to Pattern Clips.
Lifetime Free Updates - are extended to all FL Studio 10 box customers onward & as usual all download customers.

Mehr zu den News auch auf der FL "whats new Page"
und natürlich bei Image-line.com selber

Mit der nun 10 Version beweist FL-Studo nach wie vor das es in seiner Preisklasse, gemessen am Funktionsumfang, ungeschlagen ist.

Roland Jupiter 80




Auch Roland kündigt zur Musikmesse neues an!
Der Roland Jupiter 80, in Anlehnung an die legendären Jupitersynthesizer aus den achtzigern.
Die Orginal Jupiters waren allerdings voll-Analoge Boliden, was auf den neuen Jupiter 80 eher nicht zutrifft.
Das neue Roland Gerät ist ein VA also virituell analoger, Gerüchtehalber mit "analogen Bauteilen", welche das sind konnte ich noch nicht herausfinden.
Der Jupiter 80 erzeugt seine Klänge mithilfe der von Roland entwickelten "Super-Natural-Technologie" zur Simulation authentischer Klänge.
Als großes Atribut an die achtziger wird der neue voraussischtlich einen breiten Fundus, analoger Klänge an Bord haben, aber auch Brot und Buttersounds wie Gitarren, Orgeln und E-Pianos.
Konzeptionell scheint das Gerät ein Livekeyboard zu werden.
Auch rein äußerlich ist der Jupiter80 an den Namensgeber aus den achtzigern angelehnt, mein Geschmack wäre es irgendwie nicht so wirklich das Design.
Ein großes farbiges Touch Display ist an Bord, sowie einige Regler, ersteres sieht für mich auf dem achtziger Design irgendwie deplaziert aus, kann aber auch Gewonheitssache sein.
Solange der Klang stimmt ist es auch egal ;-)

Sonntag, 3. April 2011

Radikal Technologies Accelerator



Auf jeden Fall einen Besuch wert ist in diesem Jahr sicher der Stand von "Radikal Technologies", zu sehen gibt es da neben dem schon länger erhältlichen "Spektralis2" den neuen "Accelerator" Hybridsynthesizer.
Vorgestellt wurde das Instrument ja schon mal in letztem Jahr, vieleicht erinnern sich ja einige noch:



Ins Auge sprang schon leztes Jahr zunächst der Neigungssensor, der die Marschrichtung des Instrumentes schon mal irgendwie andeutete: Liveperformance.
Herausstechend dürfte aber sicher der Excelente Sound sein, der ja schon den Spectralis auszeichnet.
In diesem Jahr nun wird es die endgültige Version des Accelerators am Stand zu sehen geben, vermutlich auch anzutesten?
Ein Higlight der Messe wird der bekannte Künstler Dellmar Brown sein (u.a. zusammenarbeit mit Miles Davis/Stind), der am Stand von Radikal ein paar Demos mit dem "Accelerator" zum besten geben wird.



Mehr zum Accelerator bei Radikal Technologies

Korg Monotribe



Zur Musikmesse 2011 wirds wieder spannend: Korg scheint es sich mittlerweile zur Gewohnheit zu machen uns im Vorfeld neuer Produkte mit wagen Andeutungen auf die Folterbank zu spannen, ich verweise da nur auf das sehr aufschlussreiche Viedeo zum Korg Kronos im Vorfeld der Namm 2011 ;-)
Jetzt also dieses Bild mit der Frage ob wir bereit seien "echte Analoge Hardware zu bedienen"......sind wir und wie!
Wie auch beim Kronos kann man nur mutmaßen, auch wenn die Hinweise diesmal deutlicher sind.
Entweder es handelt sich um das von mir ersehnte "Monotron pro" oder um eine Art Nachfolger der "Electribe A" eine analoge MS Klangerzeugung mit Tribe Sequenzer quasi.
Nett wäre sicher auch eine Umsetzung der, IMS-20 (bekannt vom I-pad) als Hardware oder die von vielen erhoffte schwarze Electribe, als Nachfolgemodell der "Electribe MX" nur mit Analoger Klangerzeugung (lezteres wäre sicher schon toll).
Vermutungen über Vermutungen, cool auf jeden Fall das die Richtung schon mal zu stimmen scheint; Korg setzt sich wieder mehr mit "real analogen" auseinander.
War das "Monotron" also tatsächlich ein Testballon?