Kinder wie die Zeit vergeht, meine erste Musikmesse war 1996, damals wurden gerade die ersten, komerzielleren, Softwaresynthesizer entwickelt und die Firma "Propellerhead" veröffentlichte "Rebirth", das mittlerweile legendäre Programm welches 2 Roland 303én, 808 und 909 authentisch emuliert (damals allerdings noch ohne 909).
Damals scharten sich einige Leute um den Propellerheadstand und munkelten erfreut das sie sich dieses tolle Programm als "Freizeitbeschäftigung" zulegen wollten, neben dem ernsthaften Produzieren an der Hardware quasi.
Nun wie wir alle wissen haben Softwaresynthesizer mittlerweile einen großen Siegeszug hinter sich und sind in allen Studios quasi Standard, so das es heutzutage schon fast wie ein Treppenwitz der Musikgeschichte wirkt, das Firmen wie Korg "Freizeitsynthesizer" wie den "Monotribe" veröffentlichen, als Nebenbei quasi (mehr als das ist es nähmlich leider nicht geworden).
Das erstarken der elektronischen Richtungen in den neunzigern sorgte dennoch für einen ungebrochenen Analoghype, der sich natürlich auch ungebrochen auf der Musikmesse manifestiert hatte, nur nach wie vor nicht bei den Großen Firmen wie Roland/Korg/Yamaha.
Korg scheint mehr und mehr auf die Gadgetecke abzuzielen, Roland glänzt mit Edel VA´s die mit ihren Urvätern mehr den Namen als sonst etwas gemein haben und Yamaha hält sich scheinbar eher gänzlich raus und präsentiert neue Workstations, also eher Evolution statt Inovation.
Sicher ist es jezt nicht so das Europa ein so unermesslich wichtiger Markt für die Firmen wäre und man sich deswegen an den Ansprüchen einiger Electrofreaks orientieren müste, dennoch hatte ich, nach dem "Monotron" Testballon von 2010 gehofft, das zumindest die inovationsfreudigen Korgleute etwas mehr in dieser Richtung bringen würden.
Analoge Neuveröffentlichungen konnte man dagegen bei den kleineren Bastelstuben bestaunen und natürlich bei den etablierten Größen wie Moog und den Mitausstellern.
Insgesammt geht der Trend aus meiner Sicht deutlich eher in die Cotrollerecke )was die großen Firmen betrifft) und noch deutlicher Richtung I-Pad/I-pod/I-phone Schnittstellen und Controller, das Übermaß an präsentierten Schnittstellen für die Appelgeräte ist schon fast lächerlich und teilweise auch hochgradig unbrauchbar.
Nach den Ankündigungen des Jahres war ich eher ein wenig ernüchtert, schade auch das Firmen wie "Dave Smith Instruments" mit ihrer neuen "Tepest" oder auch "Teenage Enginiering" mit der finalen "OP-1" nicht auffindbar waren, zumindest für mich nicht.
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen