Sonntag, 11. April 2010

Musikmesse 2010 Rane / Serato

Die für mich interessanteste Firma die sich auf der diesjährigen Messe präsentierte, war definitiv Rane bzw. Serato ( dicht gefolgt von Numark ). Grund dafür war zum einen der neue Mixer mit Namen Sixty-Eight und das Verbindungs-Plugin "The Bridge" die beide schon auf der Namm vorgestellt wurden.

Der Sixty-Eight ist ein unglaublicher Mixer.
Vier Kanal Mixer, Interface für zwei Laptops und Midi Controller in einem sind die Merkmale dieses "Gerätes". Unglaublich ist auch der Preis: knapp 2700€ stehen an um dieses Technische Wunderwerk zu erwerben.
Leider konnte ich selbst keine Hand anlegen aber ein paar Funktionen erklärt uns Jeff Milligan in einem kleinen Video am Ende des Post's.
Ebenfalls auf der Messe vorgestellt wurde Serato Scratch Live Vers. 2.0. die sich zu dem Zeitpunkt noch im Beta Stadium befand. Mittlerweile ist die 2.0 offiziell raus und wartet mit einigen neuen Späßchen auf. Unter anderen einer DJ Effekt Section und diversen neuen Ansichten der Crates und Decks Section. Auch hierzu sehen wir etwas im Video.

Letzter und für mich interessanteste Vorstellung auf der Messe: The Bridge. Ein Plugin für SSL und Ableton User um beide Programme miteinander zu kombinieren. Da "The Bridge" noch nicht auf dem Markt ist und es immer noch Änderung geben wird/könnte, möchte ich nicht soviel dazu sagen bevor ich es nicht selbst ausprobiert habe. Ein kleines bisschen davon sehen wir allerdings auch im Video.
Die wichtigsten Features kurz auf einem Blick:
Aufnahmefunktion von SSL zu Ableton. Die Möglichkeiten hierfür sind abhängig von der genutzten Hardware- Konfiguration.
Im wesentlichen nimmt Ableton jedes Deck auf separaten Spuren auf.
Ableton to Serato: Die aktuelle in Ableton geladene Session kann auf ein Deck geladen werden. Weiterhin können die aktuellen Clip's und Slot's in SSL in der so genannten Ableton View angezeigt sowie an und aus geschaltet werden.
Das bedeutet eine engere Verzahnung von DJ und Producer, was ich persönlich sehr Aufregend finde. Weitere Infos hier.
Nachfolgend ein Video in dem uns Jeff Milligan ein paar der oben aufgeführten Neuheiten vorführt:
Musikmesse Frankfurt 2010 Rane Serato from Dieter Dost on Vimeo.


Emu SP1200



Eine weitere Legende, vorgestellt von Non-Eric auf Musotlak

Korg Microsampler



Der letzte Keybordsampler kam vor einer gefühlten Ewigkeit von Emu Systems.
Das war Ende der neunziger und damals ein reinrassiger Studiosampler, der wie damals üblich mit Stimmen und Filtern nur so protzte.
Danach ging es, wie wir wissen, recht schnell bergab mit den Studiosamplern.
Dementsprechend überascht war ich selber als Korg den Microsampler ankündigte.
Das Format des Samplers ist irgendwie schon an die erfolgreichen Kleinst Keybaords
aus der Microkorg Serie angelehnt.
Studiosampler, will der Microsampler eigentlich auch gar nicht sein.
Eher eine spontane Spaßmaschiene die live recht schnell uns intuitiv zu bedienen ist, wie wir das von den Groove Gadgets von Korg ja eigentlich auch gewohnt sind.

Und wie isser nu?

Optisch ist er recht gewöhnungsbedürftig!
Habe mich darüber ja schon mal ausgelassen aber auch nach einem guten halben Jahr finde ich nicht das er eine Ballprinzessin ist.
Stielsicher imitiert der Microsampler den Look eines russischen Feldfunkgerätes der achtziger Jahre, selbst das Microfon stimmt.
Die Verabeitung lößt bei mir eigentlich auch keine wirklichen Begeisterungsstürme aus.
Das Teil ist aus Plastik gefertigt, was den Look eigentlich nur unterstreicht.
Zwar sauber gefertigt, aber doch sehr sehr leicht und in mancher Hinsicht nicht sehr vertrauenserweckend, was die Robustheit für den harten Liveeinsatz angeht.
Immerhin, die Bedienknöpfe sind in der Frontplatte versenkt, das finde ich für den Transport nicht übel, so kann immerhin nichts abbrechen.

Das Keboard selber spielt sich ein wenig schwammig finde ich, es ist recht leicht im Anschlag und ungemein Plastikhaft: Ich habe nichts großes erwartet und die Erwartungen wurden nochmals unterboten, zumindest was die Tastatur angeht.
Die Zeit wird zeigen wie robust der Microsampler wirklich ist.

Das Mic. wird über einen XLR Stecker mit dem Gerät verbunden, dieser ist auf der Frontplatte eingelassen.
Was das mitgelieferte Mic. angeht: Das kann man knicken und nicht nur weil es ein Schwanenhals ist!
Das eigentlich absehbare Problem ist das die Entkopplung des Mics. vom Gehäuse nicht gegeben ist und so jedes, aber wirklich jedes Störgeräusch über das Gehäuse dierekt mit aufgenommen wird.
Fußtritte und das drücken der Aufnahmebereitschaft inklsuive.
Ein deutliches weißes rauschen kann das Mic. ebenfalls nicht verleugnen.
Mit einem eigenen, angeschlossenen Mic. verbessert sich die Klangqualität sofort hörbar, was eigentlich auch zu erwarten war.
Das experimentieren mit Spachfragmenten jedenfalls, ist etwas was mit dem Gerät sofort riesen Spaß macht.
Vor meinem geistigen Auge sprangen sofort MC´s oder Beatboxer rum, die den Microsampler als erweiterte Gürtelschnalle oder luxeriös blinkenden Halsschmuck mit auf der Bühne haben, Soundmäßig ist das Gerät für diese Musikergruppe mehr als intresant.

Technisch bietet der Microsampler im Prienziep nichts unheimlich neues, aber das dann doch so intuitiv und spontan bedienbar, wie ich es noch nie je bei einem anderen Livesampler gesehen habe.
Jede beliebige Aktion ist aus dem laufenden Betrieb, sprich laufenden Sequenzer heraus möglich, ohne das die interne Clock des Gerätes merklich aus dem Takt gerät, aleine das ist ein Killer.
Verbrauchte man früher noch lange Winterabende mit dem mappen von Sampels und dem zuweisen von Tastaturzonen, kann man mit dem kleinen Korg eifach so Spaß haben, der erledigt das nämlich alleine und ohne Zeitverzögerung.
Gespielte multis klingen natürlich nicht wie auf einem hochauflösenden 96KHZ Sampler ala Akai Z-Serie, aber vieleicht macht auch gerade diese Ästetik immer den Reiz eines Gerätes aus?
Auf jeden Fall aber das nahtlose "spielbereit sein"!
Für den Samplingvorgang selber bietet der Microsampler 5 Samplingverfahren, die über einen Drehregler spontan wählbar sind:


Loop-Sampling
(wie der Namen sagt),
One-Shot sampling für Drums oder Hits),
Gate Sampling (für melodisch auf der Tastatur spielbare Sampels),
Auto-Next (das heißt das daß Eingagssignal rythmisch zerhackt und dann der Tastatut zugeordnet wird, also quasi Beat-slicing wie wir das früher bei den MPC´s von Hand gemacht haben um Drumloops und Melodien an das Songtempo anzupassen...ging ja auch nicht anders) und
Key Gate ( die Maschiene sampelt solange eine Taste der Klaviatur gedrückt wird, das Sampel wird dann dieser Taste zugewiesen)

Das aufgenommenen Material kann mit der Engine des Microsamplers nachträglich noch verbogen werden.
Es gibt z.B mit Time stretching die möglichkeit das Tempo ohne beeinflussung der Tonhöhe zu ändern (sicher heutzutage kein Spektakel mehr aber doch recht spontan einzusetzen), die Sampels könne auch rückwärts gespielt und Normaisiert werden.
Resampeln ist auch möglich, auch das der Microsampler sich selbst aufnimmt, z.b wenn man einen Sequencerpart als Loop aufnehmen möchte.
Die Sampelauflösung ist zwischen den Werten 48/24/12/6 KHz fix wählbar.
Bei höchster Auflösung kann das Gerät bis zu 160 sek. in mono aufnehmen, für Computerfreaks die den Sampelspeicher üblicherweise in Gigabytes rechnen sicher erst mal Gewöhnungssache.
Aber mann kann den Massenspeicher ja auf die Computerfestplatte auslagern.
Auf acht Bänken können je bis zu 36 Sampels verwaltet werden, die von der Enigne 14 stimmig polyphon gespielt werden können.
Das spielen von Stereovoices reduziert die maximal gleichzeitig spielbaren Sampels logischerweise.
Bei Stereoloops sind also maximal 6-7 gleichzeitig spielbar (realistsich betrachtet laufen aber live eh selten so viele Loops gleichzeitig).

Sequencer:

Der Sequencer arbeitet auf Patternbasis und ist in "Echtzeit" bespielbar, quasi über die Tastatur auf "eine" Spur pro Pattern......ja richtig gelesen nix Lauflicht und nur 1 einzige Spur.
Diese 1 Spur ist aber im Prinziep mit vielen Layers überspielbar, also quasi erst die Drums und dann im Mulimodus eine Bassline und noch ein paar gesampelte Scratches ist kein Problem...
Nachbearbeiten dann allerdings schon, das geht nähmlich nicht.
Das Fassungsvermögen des Sequenzers ist auf 16000 Noten begrenzt, die bekommt aber nach meiner Schätzung eh niemand voll.
Maximal 16 Patterns können eingespielt werden.
Das ist insgesamt also eher ein musikalisches Notizbuch und für heutige Verhältnisse sicher alles andere als ein Traumsequencer.
Selbst als rudimentärer Livesequencer ist´s irgendwie nicht genug, zum rumjammen mit Batteriebetrieb im Freibad gehts sicher klar aber wenigstens Lauflichtmodus und zugriff auf Einzelnoten hätte ich mir schon gewünscht.
Allerdings ist der Sequnecer wenigsten völlig frei, ohne stoppen von play auf record umschaltbar und auch das umschalten der Patterns bringt die Maschiene nicht aus dem Takt.

Effekte

Ja gibt es, 21 an der Zahl und wie zu erwarten war lehnen die sich an die bekannte Kaos-Pad Serie an.
Neben den üblichen Standards wie Chorus und Delay gibt es auch Grain Shifter und dergleichen.
Qualitativ finde ich sie o.k, allerdings auch nicht überagend, ich würde lieber ein externes Kaos-Pad 2 oder 3 für live mitnehmen.
Ich hätte lieber einen brauchbare Synthesefilter an Bord gehabt und auf die Effekte völlig verzichtet.

Software

Die mitgelieferte Editor Software hatt einen recht hohen Nutzwert unkompliziert und schnelle Verbindung mit dem Gerät.
Mann kann Sampels dierekt am Rechner auswählen, schneiden und verändern und schnell über die USB Verbindung dierekt auf die Bänke des Gerätes feuern.
Nur kurz danach sind die Sampels schon am Gerät spielbereit, das geht sogar live mit Laptopp schnell und dierekt.
So hätte ich mir das immer für die aktuellen MPC´s gewünscht.
Insoweit ist der kleine auch ein unterhaltsammer Begleiter für Laptopp Live Acts.

Fazit:

Insgesammt ist die Hütt ihr Geld mehr als wert, an der Verarbeitung und der Tastatur gibt es zwar zu meckern aber die Technik stimmt und macht Spaß und lezteres ist irgendwie ja die Hauptsache bei einem Groovegadget.
Symphonische Orchester wird niemand mit der Kiste simulieren wollen und auch nicht können, aber das ist sowieso nicht der Anspruch.

Donnerstag, 8. April 2010

I-choc its Musik

An Appel a Day keeps the Doctor away?
Ja im Prinziep schon, aber doch nicht so Herr Sturm:



...wir alle kennen das; zu lange im Studio gehockt, vor der Kiste und in den Bildschirm gestarrt und jetzt packt dich der Hunger!
Was macht der Appel Fan da?
Nun er könnte zum Beispiel zur Handlichen und neuen "Ichoc" greifen, einer besonders leckeren neuen Streicheleinheit für die Seele des Appelfanatikers, die in diesem Fall aber nicht von einer namhaften amerikanischen Computerfirma hergestellt wird, denn wie wir eben erfahren durften schmecken deren Produkte nicht sehr gut.
Die "Ichoc" kommt vom Bio Schokoladenhersteller Vivani in handliche Singeltafeln, zu einem ebenso handlichem Preis in vier leckeren Variationen:
Vollmilch, Schoko Caramell (hier als Chill out Karamell tituliert ;-), weiße mit Lakritzgeschmack und weiße-Mago.
In seiner heldenhaft, aufopferungsvollen Art hat Herr Richard Sturm schon mal alle Sorten für euch getestet und befindet alle als "Raffiköstlich"
Zu kaufen in jedem besseren Bio Markt.
Leider konnte ich allerdings an den Tafeln nirgends eine USB Anschluss finden um sie mit I-tunes zu syncen, evtl. hätte man ja neue Geschmacksrichtungen herunterladen können.
Auch w-lan scheint I-choc nicht zu verstehen was praktisch gewesen wäre, wenn man mehrere Chocs hätte verbinden wollen.
Apel hatt leider meine Anfrage bezüglich künftiger Apps für den I-choc Standard nicht beantwortet und auch Vivani schweigt sich im Augenblick über künftige Updates aus.
Trotz allem ist die Ichoc für einen Straßenpreis von 0,89 Euro das Stück mehr als nur eine leckere Option.

Dienstag, 6. April 2010

Palettenjam Nr. 2





Bigger, better, faster...

Im Stress hat der Merlin das "ß" der Horst-Scheibert-Straße" vergessen aber jeder weiss wohl was gemeint ist.
Die Mucke wird dieses Jahr nicht aus dem Stevejobshosentaschendj aka Ipod kommen sondern tataa: von DJ's. Ich bin auf jeden hinter den Tellern! Mal sehen wen ich noch mobilisieren kann.

Wer noch andere Artikel darüber sehen will checke hier und hier.

Freitag, 2. April 2010

Korg Electribe für das Ipad



Na das ist mal ein Eröffnungsschlag. Korg bringt die Electribe S in abgespeckter Form fürs I-pad raus, zum einführungspreis von nur 7,99, später um die 16 Euro.
Mich intresiert das Programm an sich zwar erst mal nicht, aber es zeigt doch schon mal die Marschrichtung für Musikelektronik mit dem I-pad, für die Zukunft.
Cool, wo bleibt Akai und die MPC 500?

Donnerstag, 1. April 2010

Die Libelle

Die Libelle by Sturmlyriks

Die Libelle, ein Experimentelles Projekt das ich mit der Künstlerin Suria Kassimi zusammen mache.
Der Beat ist von mir, Text und Vocals von Suria, checkt auch ihre Myspace Seite, eine intresante Verbindung von Musik und gesprochenen Lyrischen Worten.

Suria Kassimi