Freitag, 15. Oktober 2010
Korg Nano Pad
Nachdem ich mit meinem kleinen Testbericht zu NI's Kontrol X1 schon etwas in die Materie der Midi Controller eingestiegen bin und zu dem Ergebnis gekommen bin, das dieses Gerät für mich nicht in Frage kommt, möchte ich ein paar Worte über das Nano Pad verlieren.
Das handliche Gerät war im Bereich der Midi Steuereinheiten eine kleine Sensation als es frisch auf den Markt kam. Handlich, flach und mit großen Pad's ausgestattet erfüllt dieses Gerät dem Anschein nach alle Anforderungen die für den mobilen Einsatz (gerade bei digital-DJ's) gestellt werden.
Ein weiterer Pluspunkt ist zweifellos der Preis. Mit rund 50€ ist das Gerät nicht die größte Budgetbelastung auf dem Weg zum erfolgreichen Superstar DJ...
Auch die Möglichkeit das Gerät einfach über die Tastatur des Laptops zu legen sprach mich direkt
an. Dadurch befindet sich der Controller im unmittelbaren Blickfeld.
Die Einrichtung unter Scratch Live erwies sich durch die Midi-Learn Zuweisung als einfach.
Der Controller hat vier Scene's die sich per Knopfdruck umschalten lassen. Jede Scene besitzt eine
kleine Leuchtdiode die anzeigt wenn die jeweilige Scene aktiv ist. Leider achtet man im Eifer des Gefechtes nicht immer auf diese kleinen Leuchten am linken Rand des Gerätes. Das führt vor allem im Live Einsatz zu Interessanten Fehlbedienungen.
Aber nicht abschweifen, es geht um die Belegung. Auf der ersten Scene liegen bei mir die Cue-Punkte und Instant Double (gleichen Track auf dasjeweilig andere Deck laden).
Die Aufteilung versuche ich immer an den Decks orientiert vorzunehmen.
Das bedeuted ich teile das Nano Pad gedanklich in der Mitte der zwölf Pad's und belege Pad 1 mit Instant Double, sowie Pad 2, 3, 7, 8 und 9 mit den Cuepunkten für das linke Deck. Pad 4 ist wieder Instant Double rechtes Deck und Pad 5, 6, 10, 11, 12 sind wieder Cue Punkte für das rechte Deck.
Diese Deck orientierte Blockbildung habe ich auch auf Scene 3 für die Autoloop Funktion mit unterschiedlichen Looplängen.
Scene 2 ist belegt mit dem SP6 Sampler und Scene 4 ist der Effekteinheit vorbehalten.
Dazu muss ich aber sagen, das ich diese beiden Scene's so gut wie nie benutze.
Am wichtigsten ist für mich die direkte Steuerung der Cue-Punkte und die Instant Double Funktion zum Juggeln.
Das Touch Pad und die Hold, Flam und Roll Funktion wird von mir aus genau diesem Grund nie benutzt.
Die Pads sind sehr weich. Mit den Pads einer MPC sind sie auf gar keinen Fall vergleichbar! Auch an die Pads des MPD 18 von Akai kommen sie nicht ran. Aber für SSL sind sie, was das feeling betrifft volkommen ausreichend.
Und auch bei diesem Controller gibt es wieder ein "aber" welches sich mir aber im Gegensatz zum X1 nicht nach zwei Tagen Benutzung schon erschloss.
Bei meinem erstwn NanoPad quittierten nach etwa einem dreivirtel Jahr einige Pads ihren Dienst.
Als ich den Fehler beim Händler reklamierte und ein neues bekam, war mir allerdings schon klar das es sich um eine grunsätzliche Schwachstelle handelt.
Meine Befürchtungen bestätigten sich vor einem Monat als das erste Pad wieder Aussetzer beim Triggern aufwieß.
Diese Problematik ist nicht nur bei mir vorhanden. Es gibt im Netz häufiger Berichte über derartige Ausfälle der Pad's.
Das NanoPad ist Prinzipiell eine gute und auch erfolgreiche Idee gewesen, aber es hat in Punkto Langlebigkeit eine große Schwachstelle. Ich habe es immer gerne Benutzt, da es große Pad's hat die man überall anordnen kann wo es den persöhnlichen Vorlieben entspricht.
Aufgrund der Qualitätsmängel werde ich mich umorientieren müssen. Alternativen gibt es von Akai und Vestax und von diversen anderen Herstellern. Aber ob die sich als Langlebiger erweisen bleibt abzuwarten.
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