Samstag, 24. Oktober 2009

Korg Mikro X



Seit neustem kostet der kleine Korg nur noch 400 Tacken, das ist aleine schon deswegen ein Grund in mal genauer anzusehen................................und?!?! was sieht man?!?!

Erst mal ein kleines weißes (oder schwarzes) Plastikkeyboard.

Ältere Semester werden sich vielleicht an den „Korg Micropreset“ aus den späten siebzigern erinnert fühlen der optisch schon sehr ähnlich war, allerdings wirklich nur optisch.

Der Mikro X kommt mit 25 Tasten die zwar recht leicht und wacklig sind aber der Druckpunkt ist o.k und das Spielgefühl ist nicht zu schwammig.Recht wacklig wirken auch die vier Drehregler der Controllerabteilung, aber bei mir hielten sie auch intensiveren Seasions stand, allerdings bezweifle ich das sie dass über Jahre tun würden, kommt aber auch sicher drauf an wie intensiv man die Dinger nutzt: zwischen einem Acidhouse Live Act und einem Hip-Hop Studiomusiker gibt’s was das angeht ja Unterschiede.

Das kleine Keyboard ist wie man sich gleich denken könnte ein Leichtgewicht, also nix für Leute die sich eine Spaß draus machen den Postboten mit schweren Paketen vor der Haustür schwitzen zu sehen („Ohhh ein Nachnamepaket...für mich …..jaaa wo hab ich den mein Geld....ich muss suchen“)...definitiv aber was für Livemenschen wo es immer um viel Leistung auf kleinem und leichtem Raum geht.Insgesamt geht die Verarbeitung durchaus klar und ist für diese Preisklasse angemessen.

Einen praktischen Koffer zum Transport spendiert Korg dem Kunden gleich mit dazu, der kommt im angenehmen „Bob der Baumeister“ Orange und erinnert sofort an die Karstadtraver aus den neunzigern womitt dann auch die nicht ganz so alten Semester in Erinnerungen schwelgen dürfen.Der Koffer ist in Relation zum Keyboard allerdings schon recht groß ausgefallen finde ich, dafür hat auch das Zubehör sicher Platz.

Für einen Live Act nie sehr beliebt ist allerdings das externe Netzteil, aber nun ja zumindestens ist es keine „Wandwarze“ geworden.


Was ist der Mikro X nun?!?

Im Grunde ist er eine kleine Workstation, technisch eine Triton Le im Miniaturformat mit etwas anderen Klängen, weniger Natur mehr Synthieklänge.

Wie die großen Tritonmodelle basiert der MikroX auf der HI Synthese (Hyper integrated) eine Korg Entwicklung die mehrere ROM Sampels zu einem Gesamtklang schichtet.

Der Klang steht den großen Modellen im Grunde in nicht viel nach, er klingt prägnant und druckvoll und ist dank guter Effekte auch ohne aufwendige Nachbearbeitung nutzbar.

Der Mikro X kann des weiteren als Controllerkeyboard mit Midiinterface genutzt werden, die Controller können über den mitgelieferten Editor definiert werden. Mit den gängigen Programmen wie Cubase Ableton und Logic versteht er sich auf Anhieb gut auch wenn es nicht unbedingt immer Liebe ist.


Und wie funzt das Ding?

Na Super!

Die Editierung aller Parameter geht flott von der Hand, egal ob über den Editor oder am Gerät selber. Wer sich schon ein wenig mit Korg Geräten auskennt wird mit dem kleinen Giftzwerg sofort loslegen können, ohne große Einarbeitungszeit.

Es ist alles recht logisch aufgebaut und die Struktur der Menüs ist leicht zu durchblicken.

Auch das, für heutige Verhältnisse recht kleine Display ist gut in den Workflow integriert und erleichtert dem User die tägliche Arbeit, ich muss sagen das ich das komfortablere große Touch Display der Triton Extrem nicht unbedingt vermisst habe.


Was gibt’s sonst so zu sagen?

Der kleine Korg kommt mit einem komfortablen Editor daher, der kann in eine DAW integriert werden als ob´s ein Plugin wäre, allerdings überträgt der USB Anschluss nur Midi also keine Klänge wie das z.b der Virus TI kann (Diesbezüglich hat das Pluginn Feeling also Grenzen)

Der Editor hat natürlich den Vorteil das selbsterstellte Klänge und Set´s in großer Stückzahl gespeichert werden können, obwohl mir auch schon die internen Speichermöglichkeiten des Gerätes reichen.

Erwähnenswert sind von der Ausstattung noch die beiden polyphonen Arpegiatoren mit denen sich einige recht lustige Sachen anstellen lassen, die allerdings auch dafür verantwortlich sind das einen bei jedem dritten Programm im Performace Modus gleich ein ganzer Dance Track anbrüllt wenn man nur eine Taste drückt.


Und von hinten?

Da gibt’s ein paar Buchsen was habt ihr gedacht?!?

Da wären Stereo out links und rechts und zwei Einzelasugänge + ein Kopfhörerausgang (lezterer ist übrigends Schrott), dann Midi rein und raus sowie USB (bzw USB lite weil nur MIDI)

Außerdem wäre da noch Anschlussmöglichkeit für ein Pedal.

Insgesamt also eine recht runde Sache für den Preis.


Finale?

Klingt super und lege ich jedem wärmstens ans Herzen der zuhause oder im Studio mal eine Rompler oder eine Workstation vermisst aber wenig Geld zur Verfügung hat.

…....nebenbei kenne ich persönlich kaum Musiker die Geld zur Verfügung haben, da sollte sich Korg mal Gedanken machen.

Fairerweise sollte man schon einräumen das man jetzt nicht die Hi end Klänge schlechthin erwarten sollte, die Filter mag ich nicht aber da kann der Mikro X nix dafür, ich mochte auch die der großen Triton nicht wirklich, sie erfüllen ihren Zweck aber sie überzeugen mich nicht: zu dünn, zu digital zu steriel!

Die Drums sind zwar echt gut aber insgesamt fehlt irgendwas, nicht unbedingt an Druck aber irgendwas fehlt, vielleicht auch nur der Punkt das man sich an vielen der Drumsampels recht schnell müdegehört hatt, so sind z.b die Snares der Hiphopsets so überstilisiert aufs ROM gebannt worden das es fast schon lächerlich ist, das ist auf der anderen Seite aber ja Geschmackssache...und hey wir reden über eine 400 Euro Kiste vor 10 Jahren hätte ich gar nicht davon geträumt mal soviel für diesen Preis an die Hand zu bekommen.

Die 640 Multisampels on Bord wissen wissen dagegen auf ganzer Linie zu überzeugen, 64mb fast das Rom davon 32 bekannte aus den größeren Korgmodellen und 32mb speziell für den Mikro X.

Die Natursounds sind o.k, die Klaviere finde ich ein wenig zu dünn und zu dratig, die Bläser und Streicher allerdings sind fett und die Synthiesounds sind wie bereits erwähnt erste Sahne.


Lass jucken Kumpel!!

Bitte hier, bitte gleich

Das offizielle Crosstown Demo des Korg Mikro X, ihr findet unter dem Link einen gezippten Ordner mit einem Demosong in 2 Versionen, der Song wurde nur mit unbearbeiteten Presets gemacht, sequenziert wurde mit der MPC.

Und jezt?!?

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