Dienstag, 10. März 2009

Native Instrument Maschine...ein erster Eindruck




So, seit gestern steht das gute Stück in meinem Studio,tatsächlich fein das NI den Veröffentlichungstermin dann auch so einhielt wie angekündigt. Die Maschine erschien mir in den Videos recht groß zu sein, aber nichts da sie ist ein "Scheinriese", überaschend leicht und klein. In Vorschau auf eventuelle Live-Acts mit dem Gerät kommt mir das nur entgegen, paßt in jede Laptoptasche und wiegt weniger als ein kleines Macbook.
Die Instalationsroutine dauerte auf meinem Macbook ca. 20 minuten + neu hochfahren, was völlig angemessen ist, nach dem ersten Start von Maschine braucht die Software eine Weile um sich zu kalibrieren und die ca. 15000 Presets zu ordnen die Werksseitig mitgeliefert werden.

Bevor es dann endlich losgehen kann muss man die Maschine online freischalten lassen, wie alle mir bekannten NI Produkte, das geht aber recht fix von der Hand und ist unkompliziert. Es gibt bereits ein erstes Update das ich bei der Gelegenheit gleich mit runtergeladen und instaliert habe, ca 600mb groß, was da genau aktualisiert wurde weiß ich nicht :-)

Den tollen Controller des Gerätes muss man übrigends nur via USB einstöpseln, keine Zusatztreiber instalieren oder ähnliche Gemeinheiten, läuft sofort und wird von der Software auch sofort erkannt, die Komunikation mit der Software ist biedierektional.

Der Controller selber ist recht soliede verarbeitet, die Pads fühlen sich gut an, heben aber meiner Meinung nach einen zu harten Anschlag und kaum fühlbaren Druckpunt (gewöhnt man sich aber schnell dran). Das Gerät ist reichlich beleuchtet, jeder Knopf und jedes Pad gibt so Auskunft über seinen Status, schön ist das der Controller für dieses Spektakel kein eigenens Netzteil braucht sondern seinen Bedarf völlig über USB deckt. Die beiden Displays sind gut lesbar und auch gut beleuchtet, ich hätte mir ja nur ein großes Display gewünscht was man im Neigungswinkel verstellen kann aber was solls (Stellt man den Controller halt komplett angeschrägt auf einen Laptopständer oder so)

Wer schon mal mit Grooveboxen oder Programmen wie "Fruty Loops" gearbeitet hat und mit den grundlegenden Funktionen eines Groovetools vertraut ist sollte mit der Maschine recht schnell zu brauchbaren Ergebnissen kommen, ich konnte sofort damit arbeiten. Die Software ist genau wie der Controller sehr übersichtlich gestaltet, alles wesentliche hat man spontan im Blick.

Das Programm verfügt über einen einfach zu bedienenden Soundbrowser über den man Presets oder auch eigene Sounds von der Festplatte den Pads zuordnen kann, bis zu 8 Programme zu je 16 Pads faßt ein Projekt, tonale Sampels kann man genauso auf die Einzelpads ziehen wie Drums, jedes Pad repräsentiert im Projekt quasi eine eigene Spur die seperat bearbeitet und mit Effekten belegt werden kann. Über die Hardware ist die Zuordnung von Sampels ebenso easy, dank des ausgefuchsten Soundbrowsers kann man sehr gezielt nach Klängen suchen.
Die Klänge selbst sind übrigends erste Sahne, gerade NI verfügt ja mittlerweile über ein ganzes Heer hochkarätiger Sounddesigner und auch international Aufgestellte Szeneaktivisten und Produzenten haben hier ihren Beitrag im Rom hinterlassen. Es findet sich eigentlich für jeden Geschmack was (auch wenn ich selber ja kein Freund von Lösungen bin die es jedem Recht machen sollen) von harten Rockdrums bis zur sanften 808, von Progresiven Technotunes bis zu knallenden Hiphopsounds.

Die eigentliche Aufnahem kann nun entweder in Echtzeit über das spielen von Pads erfolgen (wir kennen das Prinziep aus MPC & co) oder mit der guten alten Lauflichtmethode ala Electribe oder Roland TR909. Auch Keyboardparts können über die Pads eingespielt werden, man kann auch ein seperates Masterkeyboard am Controller anschließen. Der Sequencer ist recht übersichtlich und arbeitet im Patternprinzip, wie man das von einer reinrassigen Groovebox auch erwartet. Bis zu 8 Spuren gleichzeitig kann der Songsequencer bearbeiten, die Patterns aus denen sich diese Zusammensetzen können mittels des Controllers recht spontan gewechselt werden. Alle Optionen können übrigends ohne Sequencerstopp ausgeführt werden.
Damit "Maschine" so richtig flizt sollte man allerdings schon einen zeitgemäßen Dualcore Rechner nutzen denn eine Instalation auf den beliebten Netbooks macht leider keinen Sinn, leider frißt die Maschine schon ordentlich Prozessorpower wenn man sie voll nutzen möchte.
Insgesamt ein tolles neues Produkt das mich wirklich begeistert hat und das ich jedem nur empfehlen kann der sowieso überlegt sich eine Groovebox zu zulegen. Für gerade mal 600 €
ist Maschine derzeit auf jeden Fall die Lösung am Grooveboxmarkt mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis und den kleinen MPC Modellen die in der selben Preisliga spielen weit überlegen (MPC500)

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