
- Der Sequencer des Tenoris erlaubt als einzige Patternlänge 1 Takt a´16 Steps, das ist doch schon recht wenig
- Die Steps sind nicht in der Dynamik bestimmbar, Drumlinien wirken hier also recht schnell statisch, was für Techno und old skool Elektro warscheinlich noch nicht gaar so wild sein muss ist für andere Stiele eigentlich unzumutbar
- Der wirklich dickste minuspunkt ist die Klangerzeugung, die Fachpresse umschreibt das ganze diplomatisch als "für europäische Ohren gewöhnungsbedürftig", ich würde sagen: "schlicht unterirdisch". Es ist nicht nur das die typischen Japan Pop Klänge nicht sooo das sind was wir hier gewohnt sind, sie klingen auch ungemein billig außerdem extrem einseitig. Wer auch immer in der Werbung was von "Synthesizer" im Tenori liest, das Ding verdient seinen Namen nicht, keine Eingriffsmöglichkeiten in die Klangebene, keine Modulation, wenige und schlechte Effekte, nur ROM Samples und die noch dazu nicht gut. Insbesondere Drums sind wirklich katastrophal
- Gut denkt man sich, dann halt eigene Sampels, geht auch allerdings zuwenig, bloß drei Sampelbänke a´61 Einzelklänge (jeder nicht länger als 1 sek) reichen vieleicht für ein paar Drums oder so aber Sampelbearbeitung ala MPC oder Electribe sollte man hier nicht erwarten. Dafür muss man fairerwaise sagen das der Import der Samples einfach und schnell geht und vom Tenori ohne Ladezeiten von der Karte gestreamt wird.
- Interne Sampels können im gegensatz zu den ROM Klängen nicht im Release bearbeitet werden (und auch sonst nicht, keine Filter nix)
- Der Songmode ist unterirdisch, statt die Patterns auf der Programmmatrix übersichtlich per Stepprogramierung zu einem Song zusammensetzen zu können muss man alles live abrufen, da sollte man schon ein wenig Übung haben, Ideal ist´s nicht.
- Die Verschiedenen Betriebsarten des Sequencers sind recht intresant, teilweise auch inovativ, Zufalsmelodien durch drumgrabschen auf der Matrix oder dergleichen gehen wie im Flug und sind die große Stärke des Tenorie, leider lassen sich die Spuren aber nicht frei zuordnen sondern die Modi sind ihnen fest zugeordnet, wenn man nun einen davon nicht brauchen kannfallen gleich mehrere Spuren weg.
- Bliebe der Einsatz als Midicontroller, aber hier hatt das Tenorie bloß 1x Midi raus und sendet bloß Tonhöhen und Tempo, keine Modulationssequenzen oder so, trotzdem finde ich den Betrieb im Midiverbund am intresantesten an dem Teil.
- Leider sind auch im Midiverbund die Midikanäle den Spuren fest zugeardnet und können nicht geändert werden.
- Die Ein und Ausgänge des Gerätes sind alles Ministeckbuchsen, von Audio bis zu Midi, bei Midi kann man das ja noch verschmerzen, aber wer mal mit Miniklinkesteckern im Studio gearbeitet hatt knirscht hier schnell mit den Zähnen.
- Die internen Lautsprecher des Tenories unterstreichen die miesen Sounds tatsächlich noch mal deutlich, allerdings sind sie für unterwegs zum jammen wohl o.k (so o.k wie die internen Lautsprecher aus Laptops in etwa)
- Anschlusseitig gibt es durchaus nix inovatives zu entdecken, noch nicht mal USB, das Teil wird über eine Speicherkarte gefüttert die man am Computer im Cardreader editieren muss.
Fazit:
Yamaha hatt hier ohne Zweifel ein Intresantes, Inovatives Gerät an den Markt gebracht, vieleicht sogar das intresanteste des lezten Jahres, trotzdem halte ich die Jubelschreie für übertrieben die dem Tenorie den Aufbruch zu neuen Galaxien atestieren oder es für einen Quantensprung in der Musikgeschichte halten, Yamaha hatt hier tolles Design mit der bekannten Lauflichtschaltung und einer reihe wirklich neuer Programme zur Erzeugung von Zufallsmelodien und polyrythmischen Mustern kombiniert, so ist ein wirklich tolles aber schlechtklingendes Spielzeug entstanden das allerdings im Midiverbund ein super Ideenlieferant ist. Als stand alone Sequencer ist es leider unbrauchbar, als Performance Spielzeug und Liveinstrument zumindest recht spontan, klingt allerdings für klasischere Stiele wie Hip-Hop zu ungroovy und zu statisch (zumindest in meinen Ohren) und ist ohne Dynamische Steps hierfür auch nicht geeignet. Toll ist´s hingegen für Ambientkünstler oder Elektronische Live Acts von Experimentell bis Electro, im Studio ist das Yamaha Teil auch sehr unterhaltsam, aber schwerpunktmäßig als Ideenlieferant via Midi, ein modernerer Arperigator quasi. Was ich vergaß zu erwähnen: das Tenorie kann auch als Wecker genuzt werden, die Urzeit wird dann über die beleuchteten Taster der Matrix dargestellt. Ich würde mir für die Zukunft das Gerät in etwas billiger wünschen, nur ohne Sounds als reinen Controller. Zumindest sollte Softwareseitig noch einiges verbessert werden (stichpunkt Dynamik, Songmode usw.)
Ach ja der aktuelle Preis ist knapp 900,00 € (der gefühlte Gegenwert ist 450,00€)
http://tenori-on.yamaha-europe.com/germany/
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen